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Dieses unscheinbare Dörfchen gehörte bis zum 25.10.2003 zum ehemaligen Amtsbereich Groß-Schönebeck (Schorheide). Heute ist das ehemalige Dorf Ortsteil der Großgemeinde Wandlitz. Zerpenschleuse hat etwa 1100 Einwohner und eine Fläche von 1742 ha. Das Dorf ist 3 Kilometer lang und erstreckt sich am Finowkanal, welcher sehr bedeutsam für die Entwicklung des Ortes war.
Das heutige Zerpenschleuse besteht aus ehemals drei Ortsteilen. Der älteste Teil ist Alt-Zerpenschleuse mit dem früheren Vorwerk Glashütte. Dieser Name kommt von einer ehemaligen Glashütte, die 1683 gegründet wurde. In diesem Ortsteil befinden sich heute noch historische Wohnhäuser, die direkt am Finowkanal gelegen sind und früher von Schiffern bewohnt wurden. Ein weiterer Ortsteil, gelegen zwischen Finowkanal und Ortsausgang in Richtung Groß-Schönebeck, war die Kolonie Berg (1765), in der sich Spinnerfamilien angesiedelt hatten. Als dritter Ortsteil wird die Kolonie Kienitz (1774) genannt. Alle drei wurden 1919 zur Gemeinde Zerpenschleuse vereinigt.
Obwohl der Name schon in seiner heutigen Schreibweise um das Jahr 1650 auftauchte, ist seine Herkunft nicht genau zu ermitteln. Am einleuchtendsten ist die Version nach der nach mehrfachen Umschreibungen aus dem Wort Scherbenschleuse (die Schiffer brachten Scherben zur Schleuse an der Glashütte), Zerpenschleuse entstanden ist. Eine zweite Möglichkeit ist, dass ein früherer Schleusenmeister Zerpen hieß. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts benannten die Schiffer die Schuten nach deren Schleusenmeistern. Auch besteht die Möglichkeit, dass der Erbauer der Schleuse Zerpe oder Zerpen hieß. Wie auch immer...
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